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<title>Elsaß Tagebuch</title>
<link>http://elsasstage.blogg.de/</link>
<description>Hier können sie meine Erlebnisse und Erfahrungen in Frankreich nachlesen.</description>
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<lastBuildDate>Fri, 30 Mar 2007 08:24:11 +0200</lastBuildDate>
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<title>Sprache, ein Grund zu scheitern</title>
<link>http://elsasstage.blogg.de/eintrag.php?id=13</link>
<description><![CDATA[Die Sprache ist immer so ziemlich das wichtigste beim Auswandern, wie ich aus eigener Erfahrung sagen muß. Denn obwohl viele meinen ich könne wohl gut Französisch, muß ich zu meinem Leidwesen zugeben das ich bis auf ganz wenige Sätze, nicht ein Wort kann. Es reicht nicht einmal für eine einfache Unterhaltung. <br />
Als wir 2002 auswanderten, dachte ich noch ich lerne es schon. Doch da habe ich mich geirrt. Trotz Privatlehrerin, Kursen auf CD und Computer, wurde ich kaum besser. Vermutlich habe ich einfach kein Ohr für Französisch. Hauptsächlich, würde ich behaupten, lag es aber einfach daran das hier im Elsass viele Deutsch sprechen, oder zumindest können. So das ich eingentlich selten in die Verlegenheit kam die Sprache wirklich zu brauchen. <br />
<br />
Als nun aber mein Mann vor einem Jahr Arbeitslos wurde, und wir somit den Status als Grenzgänger verloren, was auch hieß das wir es nur noch mit den Französischen Behörden zu tun hatten, änderte sich das. Auf den Behörden war Französisch viel mehr verbreitet, auch alle schreiben waren, logischer weise, auf Französisch. So das wir ohne Hilfe völlig aufgeschmissen waren. <br />
Dazu kam das man ohne die Sprache zu können auch nur schlecht einen Arbeitsplatz findet, insbesondere einen der auch noch anständig Bezahlt wird. <br />
So weit, das man Arbeitslos werden könnte, Erwerbsunfähig, oder Invaliede hatten wir nicht gedacht. <br />
Zwar muß ich die Bemühungen des Arbeitsamtes (ANPE) loben, die meinem Mann einen Sprachkurs zahlen wollten, zugleich aber auch rügen das man darauf sehr lange warten muß. Denn obwohl er im August 2006 genehmigt worden war, fand er bis heute noch nicht statt. Auch ein Faktor der dann ziemlich frustet. Alles in allem sind die Bemühungen des Arbeitsamtes aber zu loben. <br />
<br />
Daher wohl nicht sehr verwunderlich das wir nach einiger Zeit zu dem Schluß kamen das Frankreich zwar sehr schön, und vorteilhaft ist, wir aber irgendwie am falschen Platz sind. Ich kein Talent für die Sprache, und mein Mann der zwar Sprachtalent besitzt, bekommt die Gelegenheit nicht. <br />
Ohne mein Wissen begann er sich neu zu Orientieren, diesmal mit mehr bedacht auf die Sprache und vorallem mein Sprechtalent. <br />
Somit beschränkte er sich auf die Länder in denen die Amtsspreche Englisch war, denn das war die einzige Sprache die wir beide sprachen. Ich in diesem Fall sogar besser als mein Mann. <br />
Vor etwa einen halben Jahr kam er dann damit an das wir nach Kanada könnten. Er hatte mehrere Bewerbungen geschrieben und bei fast allen eine Stelle angeboten bekommen. Obwohl er erst den Kontinent wechseln musste um die Stelle an zu treten.<br />
Mir lag diese Überlegen zuerst einmal schwer im Magen. Denn hier, wenn auch über eine offizielle Grenze hinweg, lebten meine Eltern. Und so richtig getrennt war ich von ihnen eigentlich noch nie. <br />
Dennoch musste ich einsehen, das ich mich auch nicht ganz gegen diese Idee sperren durfte, sondern das machen, was ich damals als wir nach Frankreich zogen nur in geringem Maße konnte, mich Informieren. <br />
Im Zeitalter des Internets gar nicht mal so schwer, zumal es gerade über Kanada sehr viele Informationen gibt. Und was ich dort zu lesen bekam, vorwiegend auf Englisch, las sich eigetnlich gar nicht schlecht. <br />
Vieles erinnerte an Frankreich, so zum Beispiel das Schulsystem. Anderes wieder an Deutschland, wie das Steuersystem, nur mit geringeren Abgaben. <br />
Auch das Sozialversicherungssystem kam einem sehr bekannt vor, hatte man in Frankreich gelebt. Zumindest in der Region die mein Mann ausgesucht hatte. Der wollte nämlich umbedingt nach Manitoba. <br />
<br />
Erst im Januar 07 konnte ich mich dann zu dem Entschluß durchringen nach Kanada zu gehen. Zum einen weil uns die Wohnung gekündigt wurde, zum anderen weil ich nach gut 80 Berwerbungen, ebenfalls nur noch geringe Chancen sah wieder Arbeit zu finden. Außer Mini Jobs hatte ich nichts gefunden, und die brachten gerade mal das Geld für das Bezin ein. <br />
Nach Deutschland zurück, hatte ich mir auch überlegt, doch als man mir auf der Beratungsstelle sagte was mich dann erwarten würde, entschloß ich mich Augenblicklich dagegen. <br />
Im endefeckt war es aber einfach die Erkenntniss das allein die Bindung zu meinen Eltern der Grund war warum ich mich dagegen sträubte. Einen Grund allein durch Gefühllose Fakten begründet gab es nicht. Was nicht heißen soll das Gefühle bei einem solchen Schritt nicht auch wichtig sind. <br />
Doch zu sagen man kann dies, oder jenes nicht, ohne es versucht zu haben, ist schier unmöglich und im besten Fall in die Kategorie Angst ein zu ordnen. <br />
Also entschloß ich mich es mit meinem Mann und meinen Kindern zu versuchen. Ob es klappt, und ob wir dort Glücklich werden können, weiß ich nicht. <br />
Aber wenn nicht, kann ich wenigstens sagen dass ich es versucht habe. Und nicht vor der Chance geflohen bin. <br />
<br />
Der Ratgeber für Auswanderer und Grenzgänger nach Frankreich wird natürlich weiterhin verkauft, und auch Aktualisiert werden. Wenn es was zu Aktualiesieren gibt. Denn meine Kontakte in Frankreich werde ich weiterhin Pflegen. <br />
Ebenso werden Website und Forum weiterhin betrieben werden. <br />
<br />
Ich werde aber auch zum Thema Kanada ein neues Projekt in Angriff nehmen. Wie das genau aussehen wird, weiß ich noch nicht. Ratgeber gibt es eigentlich genug, da brauch es nicht noch einen. Auf jeden Fall werde ich in kürze einen neuen Blogg eröffnen, der sich um unsere Erfahrungen mit Kanada dreht. <br />
<br />
Für heute aber wars das erst einmal. Eure Nicole<br />
 <br /><br /> ]]></description>
<pubDate>Fri, 30 Mar 2007 08:24:11 +0200</pubDate>
<dc:creator>NicoleKiefer</dc:creator>
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<title>Auswandern immer Interesannter</title>
<link>http://elsasstage.blogg.de/eintrag.php?id=12</link>
<description><![CDATA[Am ersten Januar fuhr ich meine Eltern in Deutschland besuchen, ich war richtig geschockt als ich an einer Tankstelle vorbei fuhr. 1,159 Euro für den Liter Diesel, und über 1,20 für Super?das war ganz schön happig. Nur wenige Minuten zuvor hatte ich bei unserem Super U, für 0,995 Cent getankt, und mich noch geärgert weil nur wenig weiter der Sprit noch mal einen Cent billiger gewesen wäre. <br />
Bei meinen Eltern dann habe ich lange darüber nachgedacht wie viel ich jetzt wohl noch in der Tasche hätte jeden Monat, wäre ich in Deutschland geblieben. Und das Ergebnis hat mich mehr geschockt als das was ich an der Tankstelle gesehen hatte. <br />
Jeden Monat wären wir mit dem Einkommen das wir auf Deutscher Seite hatten, mit über 200 Euro ins Minus gelaufen. <br />
Und obwohl es uns derzeit auch auf der Französischen Seite nicht gerade gut geht, ist es immer noch sehr viel besser als wenn wir auf der Deutschen geblieben wären. <br />
Am Tag darauf, also dem zweiten Januar, habe ich mich sogar darüber gefreut dass mein Mann schon vor einem halben Jahr Arbeitslos geworden war. <br />
Eigentlich nichts worüber man sich freut, doch in diesem Fall entdeckte ich im Internet eine Offizielle Meldung das die Firma meines Mannes Insolvenz angemeldet hatte. Aber erst nachdem sie den Mitarbeitern kein Gehalt mehr zahlen konnte, die LKW´s keinen Diesel mehr bekommen haben, und die Produktion still gestanden hat. <br />
Wenn ich überlege welche Schwierigkeiten wir gehabt hätten wäre mein Mann noch bei der Firma gewesen, wäre das Ergebnis wohl eine hohe Verschuldung. <br />
<br />
Wenn ich dann noch die Meldungen aus Zeitungen und Internet nehmen, bin ich ganz froh schon vor längerem gegangen zu sein. Die Krankenkassen erhöhen ihre Beiträge, so dass von dem Gehalt noch weniger Ausbezahlt wird. Die Energiekosten steigen, so dass nicht nur meine Stromrechnung teurer wird, sondern auch die Produktionskosten steigen, für das was ich jeden Tag zum Leben brauche. Dann soll noch die LKW Maud erhöht werden, auch das wird sich beim Einkaufen auf die Preise nieder schlagen. <br />
Dazu die Gesundheitsreform, die ja andauernd reformiert wird, und bei der man immer mehr bezahlt, sowohl an die Kassen als auch aus dem Geldbeutel und immer weniger Leistung bekommt. <br />
Wäre ich nicht schon Ausgewandert, wäre spätestens jetzt der Punkt wo ich gehen würde erreicht. Denn obwohl es auch in den anderen Ländern Europas nicht gerade rosig aussieht, ist es besser als in Deutschland.  <br />
<br />
Hier Zahle ich zwar 20 Euro bei meinem Arztbesuch, bekomme davon aber 18 wieder?also im Endeffekt zahle ich nur zwei Euro. Die Kassenbeiträge sind seit drei Jahren stabil, und wenn ich am Ende des Jahres unsere Steuererklärung mache, zahle ich keine Steuern weil ich ja zwei Kinder habe. Und die sind für den Staat der Nachwuchs, das muss man fördern.<br />
Benzin kostet mich hier bei weitem nicht so viel, und das wo die KFZ Steuer im Benzinpreis gleich mit drin ist. <br />
Dazu die Tatsache dass wenn, wie es derzeit der Fall ist, jemand Arbeitslos wird, die Absicherung sehr gut ist. Und sehr viel getan wird, um wieder eine Arbeit zu finden, selbst dann wenn man als schwer vermittelbar gilt. <br />
<br />
Bei alle dem wundert es mich nicht das sowohl ich als auch viele Autorenkollegen die Ratgeber für Auswanderer schreiben, ein stark vermehrtes Interesse an den Büchern fest stellen.<br />
Für viele ist das verlassen Deutschlands, der letzte Ausweg um noch einmal etwas erreichen zu können. Um der Schuldenfalle zu entgehen, oder zumindest um wieder Arbeit zu finden. <br />
Die Weltbevölkerung verschiebt sich zusehendes, denn auch aus anderen Ländern wird ausgewandert, unter anderem kommen viele auch nach Deutschland. Mann muss heutzutage offen sein für die Welt, nicht nur für Europa. <br />
Welches Land für einen am besten ist, wo man die meisten Chancen hat, hängt von vielen Faktoren ab. Und natürlich auch davon ob sich jemand dauerhaft von seiner Familie, Bekannten und Freunden trennen kann. <br />
Ich kann nur jedem Raten sich so gut es geht, mit Hilfe von Ratgebern, Internet und Zeitschriften über die Länder zu Informieren in die man bereit wäre zu gehen. So manche Auswanderung ist schon gescheitert an der Ansammlung von Kleinigkeiten. <br />
<br />
Den Ratgeber für Auswanderer und Grenzgänger nach Frankreich kann man beim Lerato Verlag bestellen, für andere Länder muss man im Internet schauen. Doch gerade für Leute die sich nicht gänzlich von Familie und Freunde trennen wollen ist Frankreich auch weiterhin eine Alternative.<br />
 <br /><br /> ]]></description>
<pubDate>Thu, 04 Jan 2007 10:34:47 +0100</pubDate>
<dc:creator>NicoleKiefer</dc:creator>
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<title>Wann sollte man Auswandern</title>
<link>http://elsasstage.blogg.de/eintrag.php?id=11</link>
<description><![CDATA[Seit ich meinen Ratgeber für Auswanderer und Grenzgänger veröffentlicht habe, hat mich eine Frage immer wieder erreicht, eine Frage die viele beschäftigt. <br />
?Wann sollte ich Auswandern????<br />
Diese Frage wird unabgängig vom Land oder der Entfernung gestellt. Unabhängig von allen Faktoren, die man aufzählen könnte. Sie wird einfach so in den Raum gestellt, und erwartet eine befriedigende Antwort.<br />
Dazu sollte man an als erstes anführen das Auswandern, nicht gleich Auswandern ist. <br />
Jemand der zehn Kilometer von einer Grenze entfernt wohnt, über die er plant nur minimal zu ziehen, wird anders empfinden wie jemand der sich mehrer hundert oder gar tausend Kilometer weit von seiner Heimat entfernt.<br />
<br />
Nehmen wir also mal an ein Mann mit Familie wohnt in Deutschland nahe der Französischen Grenze. Er hat eine Arbeitstelle, ebenfalls in Grenznähe. <br />
Dieser Mann kann sich durch den Umzug nach Frankreich viele Vorteile verschaffen. Er hat eine günstigere Steuer, spart sich die KFZ Steuer, und in vielen anderen Bereichen kann er auch noch sparen. Ohne dabei die Familie, Freunde und Bekannte zu verlieren. <br />
Es ist kaum andres wie ein Umzug in eine andere Stadt, oder ein anderes Dorf.<br />
<br />
Zieht man aber weiter weg, ist es eine ganz andere Situation. Man muss überlegen ob man die Trennung von Freunden, Familie und Bekannte verkraftet. Überlegen wie oft man sie dann noch sehen kann, und ob die Finanziellen vorteile dies entschädigen. Wenn eine gute Beziehung zu einer Person, oder vielen, überhaupt mit Geld aufzuwiegen ist. <br />
<br />
Im Endeffekt bedeutet Auswandern immer ein sehr genaues abwiegen der eigenen Situation und der Psyche. Die besten Finanziellen vorteile können nur dann wahrgenommen werden wenn man mit dem was man getan hat auch glücklich sein kann. Mann kann Geld nicht als Ersatz für Persönliche Beziehungen nehmen. Und sich auch nicht hochrechnen. Sondern man kann sich nur überlegen ob man diese Beziehungen aufgeben, oder zumindest schmälern will, für den schnöden Mammon. <br />
<br />
Das schlimme ist, das nicht einmal der beste Ratgeber der Welt, nicht der beste Finanzberater oder Buchhalter auf Erden, einem bei dieser Entscheidung helfen kann. Jeder muss es für sich, und mit sich selbst ausmachen. Seine Chancen und seine Belastbarkeit abwägen. Und dann für sich selbst entscheiden. Nicht und niemand kann einem dabei helfen, oder die Entscheidung abnehmen. Das muss jeder für sich wissen.<br />
Außer er hat das Glück, so wie wir es hatten, alles zu behalten, und nur zu gewinnen. Weil wir direkt an der Grenze, unweit unserer Freunde, Bekannten und Verwandten eine Wohnung fanden. Dieses Glück, ist aber nicht jedem beschert, und auch nicht von jedem so gewollt.<br />
<br />
Darum ist der einzige Rat dem ich jedem geben kann, nur ein einziger. <br />
Informiert euch über so viele Länder wie ihr könnt. Sucht euch das aus, von dem Ihr glaubt das es am besten zu euren Bedürfnissen passt. Wo ihr am meisten von dem bekommt was ihr für wichtig haltet. Und dann wagt den Schritt. Doch bedenkt dabei immer, egal für welches Land ihr euch entscheidet, dass ihr das was ihr verliert, auch wirklich entbehren können müsst. Denn Heimweh uns Sehnsucht, sind in den häufigsten fällen der Grund für das Scheitern einer Auswanderung. Ihr müsst euch ganz sicher sein, das ihr Familie, Bekannte, und Verwandte entbehren könnt, damit leben könnt sie nicht mehr wann immer ihr wollt zu sehen, oder ihnen hilfreich zu Seite zu stehen wenn sie euch brauchen. <br />
<br />
Eben weil ich diese Einschnitte nicht haben wollte, habe ich mich damals für Frankreich, oder besser gesagt das Elsass entschieden. Weil ich nicht mehr die überzogenen Steuern in Deutschland zu zahlen bereit war, aber auch meine Familie nicht verlieren wollte. Es war der goldene Mittelweg.<br />
Und egal auf welche Hindernisse ich in diesen Jahren auch gestoßen bin, egal auf welchen Umwegen ich etwas erreichen musste, ich habe nie die Entscheidung bereut, nach Frankreich zu gehen.<br />
Und ich wünsche jedem Auswanderer, alles gute auf seinem Weg, und das er ihn besser überdacht hat als wir es damals getan haben. Denn vieles von dem was wir erlebt haben, hätte besser verlaufen können, wären wir besser Informiert gewesen. Etwas das ich durch meinen Ratgeber hoffentlich ein klein wenig ausgeglichen habe. Denn was wir fanden, als wir auswanderten, im Buchhandel, war mehr als Überatltet und schon längst nicht mehr Aktuell.<br />
<br />
In diesem Sinne hoffe ich die Frage zumindest Ansatzweise beantwortet zu haben. Denn viel mehr kann ich dazu nicht sagen. Im Endeffekt muss es jeder Auswanderer mit seinen Gewissen ausmachen wie viel er bereit ist für das was er erreichen will, in kauf zunehmen. Nicht mehr und nicht weniger.<br />
 <br /><br /> ]]></description>
<pubDate>Sat, 30 Dec 2006 09:31:41 +0100</pubDate>
<dc:creator>NicoleKiefer</dc:creator>
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<title>Wenn man als Grenzgänger Arbeitslos wird!</title>
<link>http://elsasstage.blogg.de/eintrag.php?id=10</link>
<description><![CDATA[Was ist wenn man nach einigen Jahren als Grenzgänger Arbeitslos wird, was ist dann? Eine Frage die sich viele stellen, aber nur wenige im Vorfeld. Denn irgendwie kann und will man sich mit dem Gedanken nicht beschäftigen solange es nicht Spruchreif ist.<br />
Uns ging das nicht anders. Doch nun mussten wir uns damit beschäftigen, und daher möchte ich mal ein wenig davon Erzählen. <br />
<br />
Wenn man in Deutschland Arbeitet und in Frankreich wohnt ist man Grenzgänger. Nun gibt es zwei Möglichkeiten Arbeitslos zu werden. Zum einen er wird gekündigt, oder er kündigt selbst. Und ähnlich wie in Deutschland hat jede Form unterschiedliche Folgen. <br />
<br />
Wenn Sie selbst Kündigen, was ich keinem Raten würde, bekommen sie in Frankreich auf jeden Fall eine viermonatige Sperre. Egal welchen Grund sie hatten zu Kündigen. Auch dann wenn es aus Gesundheitlichen Gründen wäre, oder weil sie gemobbt werden. Nach vier Monaten dann entscheidet eine Kommission ob sie Arbeitslosengeld beziehen dürfen oder nicht. Erst jetzt werden die Gründe der Kündigung überprüft. In den meisten Fällen aber, wird die Sperre noch verlängert.<br />
<br />
Wenn sie aber gekündigt werden, ist es wiederum völlig egal warum. Sie können ihren Chef tätlich angegriffen haben, geklaut haben, oder die Arbeit verweigert haben. Völlig egal, Hauptsache ist nur das sie gekündigt wurden, und es nicht selbst haben. In diesem Fall ist nicht mit einer Sperre zu rechnen, sondern sie bekommen problemlos ihr Arbeitslosengeld.<br />
<br />
Und so ist der Ablauf:<br />
<br />
An dem Tag an dem die Kündigung in Kraft tritt, melden sie sich bei der ASSEDIC (www.assedic.fr ) und zwar Telefonisch um sich einen Termin ( Rondevou ) geben zu lassen. Wer kein Französisch kann, sollte sich jemanden suchen der die Sprache spricht. Denn sie kommen mit der Telefonnummer an einen Sprachcomputer, der verschiedene Eingaben ansagt, ohne die sie nicht weiter kommen.<br />
<br />
Telefonisch wird das Datum des Inkrafttretens der Kündigung aufgenommen, ihre Adresse und ihre Persönlichen Daten. Dann bekommen sie Postalisch eine Terminbestätigung und einige Unterlagen zugesandt. <br />
Diese Unterlagen sollten sie so gut sie können ausfüllen. Außerdem sollten sie die Kündigung kopieren, ihre Lohnzettel der letzten 12 Monate und einen RIB von ihrer Bank holen. Dann das alles werden sie benötigen, außerdem noch einen Sozialversicherungsnachweis. Also entweder eine Attestation ihrer Krankenkasse, oder ihre Versichertenkarte. <br />
<br />
Bei der ASSEDIC werden sie dann eingeschrieben, und ihr Arbeitslosengeld wird berechnet. Das dauert in etwa 14 Tage. Das Arbeitslosengeld beträgt in etwa (nur ein geschätzter Wert) 45% ihres vorherigen Nettoeinkommens. Und ab wann bezahlt wird, kann sich auch noch stark unterscheiden. Wenn die ASSEDIC der Ansicht ist sie sollten genug Rücklagen haben, kann es ohne weiteres sein das sie erst einen Monat später Zahlungen erhalten als sie gedacht haben. Aber das ist seltener der Fall, und geschieht nur bei sehr hohen Einkommen. <br />
<br />
Bei dem Termin der ASSEDIC bekommen sie auch einen Termin bei der ANPE (www.anpe.fr Arbeitsvermittlung) zugeteilt, und die benötigten Unterlagen für dort. Auch die sollten sie so gut sie können ausfüllen. Insbesondere ihren Lebenslauf dürfen sie nicht vergessen, denn gerade auf den wird sehr viel Wert gelegt. <br />
Sobald sie die Kündigung haben ist noch etwas wichtig, dass sie sich bei ihrer Krankenkasse melden. Denn sobald sie in Deutschland nicht mehr Arbeiten, sind sie dort auch nicht mehr versichert. Was heißt dass sie erst einmal auch auf Französischer Seite gesperrt werden. Dort sollten sie schon im Vorfeld bekannt geben das sie sich bei der ASSEDIC melden. Und sobald sie den Bescheid der ASSEDIC haben, müssen sie diesen bei ihrer Krankenkasse vorlegen. Am Anfang bekommen sie nur für vier Monate ihre Krankenversicherung gesichert, aber sobald sie den ersten Zahlungsbescheid der ASSEDIC haben, und dieser vorlegen, werden sie wieder für vier Jahre versichert. Oder bis sich ihre Situation wieder ändert. <br />
<br />
<br />
Im Grunde wars das eigentlich. Etwas sollte allerdings noch erwähnt werden. Genau wie in Deutschland, kämpft auch Frankreich mit hohen Arbeitslosenzahlen, und mit solchen Arbeitslosen die nicht mehr Arbeiten wollen. Daher gilt auch in Frankreich, das man seine Bemühungen nachweisen muss. <br />
Alle Bewerbungen, auch wenn man keine Antwort darauf erhalten hat, ebenso wie jede Absage, muss aufbewahrt werden. Onlinebewerbungen Ausdrucken, Mailbwerbungen ebenso. Einfach alles aufheben, vom Zeitungsausschnitt wo sie sich Telefonisch gemeldet haben, bis hin zum Kassenbon bei der Post. <br />
<br />
Denn in einem unterscheiden sich Deutschland und Frankreich nur sehr wenig, beide stellen sehr schnell jede Zahlung ein, wenn der verdacht entsteht das man sich vor der Arbeit drücken möchte. <br />
<br />
Ach und noch etwas sollte beachtung finden. Der Anspruch auf Kindergeld in Deutschland verfällt im Falle der Arbeitslosigkeit. Sie müssen sich darum kümmern das sie von nun an in Frankreich ihr Kindergeld bekommen, was um einiges Geringer ausfallen kann wie in Deutschland. Aber wenigstens ist es etwas. <br />
<br />
Sollten sie durch die Arbeitslosigkeit Finanzielle Probleme bekommen, können sie sich an das Medico Sociale wenden. Das ist so etwas wie in Deutschland das Sozialamt. Dort hilft man ihnen dann, wenn möglich weiter. <br />
 <br /><br /> ]]></description>
<pubDate>Thu, 07 Sep 2006 08:54:13 +0200</pubDate>
<dc:creator>NicoleKiefer</dc:creator>
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<title>Heute Aktuell</title>
<link>http://elsasstage.blogg.de/eintrag.php?id=9</link>
<description><![CDATA[<b>Bergheim</b><br />
In Bergheim wurde ein Bausstop verhängt, doch nicht grundlos, sondern weil bei den Bauarbeiten zu einer neuen Wohnanlage, Reste einer Römischen Villa gefunden wurden. Um diese nun gänzlich frei zu legen, und die noch gut erhaltenen Mosaikarbeiten zu retten, werden die Bauarbeiten erst einmal ausgesetzt, auf Staatsanordnung.<br />
Ob die Überreste allerdings in ein Museum gebracht werden, oder ob sie an Ort und Stelle erhalten bleiben werden, ist noch nicht geklärt. Da bin ich mal gespannt was entschieden wird. Sollte nämlich die Präfektur darauf bestehen daß die Überreste an Ort und Stelle bleiben, wird aus der neuen Wohnanlage wohl nichts werden.<br />
<br />
<b>Bischwiller</b><br />
Die Stiftung Sonnenhof eröffnet heute drei neue Gebäude. Dort sollen Autistische und Mehrfachbehinderte Kinder betreut und heran gezogen werden. Obwohl die Anlage mit ihren 130 Jahren an sich alt ist, wirkt sie nicht so. Im Gegenteil durch den Schnitt der Räumlichkeiten und den direkten Zugängen zu den weitläufigen Grünanlagen, ist es hell und freundlich dort. Die Stiftung Sonnenhof ist eine der Einrichtungen im Oberelsass die großen Zulauf haben. Derzeit stehen um die 400 Mehrfachbehinderte auf der Warteliste. Weitere Aus- und Neubauten sind in Planung, wie z.B. ein Bauernhof mit 120 Hektar, wo die Leichtbehinderten zugleich auch eine Arbeitsstelle finden werden. Denn die Ackerfläche und die dazu geplanten Rinder müssen ja Versorgt werden. Dabei wird aber die Kompetente Versorgung von Ärzten und Betreuungspersonal nicht vergessen. <br />
Ich wünsche an dieser Stelle der Stiftung viel erfolg bei den Vorhaben der Zukunft. Und den damit verbundenen Finanzierungsaufwendungen.<br />
<br />
<b>Wissembourg</b><br />
Hier mal ein Lob meiner Seit´s für die schnelle Reaktion des Maires von Wissemborug. An gestrigen Morgen, begannen immer mehr Leute in der Maire an zu rufen, und sich über eine Leichte Trübung des Trinkwassers zu beschweren. Sofort setzte sich der Maiere mit der Partamentalen Direktion (Gesundheitsamt) in Verbindung, die ebenfalls umgehen Wasserproben entnahm. Da allerdings die Ergebnisse erst am Montag vorliegen werden, hat der Maire dafür gesorgt daß die Betroffenen Ortschaften mit Mineralwasser versorgt werden. Zwar ist man eher davon überzeugt daß keine Gefährdung vor liegt, man will aber kein Risiko eingehen. Also kann sich jeder Einwohner der Betroffenen Ortschaften, an verschiedenen Augebestellen seine zwei Flaschen Mineralwasser (a 2l) abholen. Altenheime, Behindertenstätten und Krankenhäuser werden direkt versorgt. Das nenne ich doch mal wirklich eine schnelle Reaktion. <br />
Informiert über die Maßnahme wurde die Bevölkerung indem Feuerwehr und Technisches Hilfswerk mit Lautsprecher ansagen durch die Straßen fuhren. Und natürlich wurde auch in den Lokalen und Regionalen Radiosendern davon berichtet. <br />
<br />
<i>Die Informationen stammen aus dem DNA, der Regionalen Tageszeitung. Ich habe sie nur kurz zusammen gefasst. Für Ausführliche Bereichte schauen Sie auf die Website <a href="http://www.dna.fr"></a></i><br />
 <br /><br /> ]]></description>
<pubDate>Sat, 17 Jun 2006 08:44:15 +0200</pubDate>
<dc:creator>NicoleKiefer</dc:creator>
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</item>
<item>
<title>Interview erschienen</title>
<link>http://elsasstage.blogg.de/eintrag.php?id=8</link>
<description><![CDATA[So, endlich ist es erschienen, das Interview mit mir, und vorallem über das Buch. <br />
Ich hatte ja schon fast nicht mehr daran geglaubt, schlißlich war das Interview selbst vor fast einem Monat. Aber was lange währ wird endlich gut, wie es so schön heißt. Am 10. Juli ist es in der BNN veröffentlicht worden. Und ich muß der Jurnalistin wirklich ein Lob aussprechen, die zusammenarbeit war klassen. Denn ganz ehrlich, ich war super nervös. <br />
Da sie Frankreich aber gut kannte, waren wir ziemlich schnell auf der selben Wellenlänge, und haben uns super verstanden. <br />
Auch das Foto das sie von mir und meiner Tochter gemacht hat, ist ihr sehr gut gelungen. Wobei ich mich selbst wie viele andere auch, nicht so gut finde. Aber das tue ich eh nie auf einem Foto.<br />
Am besten hat mir gefallen das sie mich wirklich Wörtlich zitiert hat. Etwas das man vielen Reportern vorwirft nicht zu tun. <br />
Ich hoffe das einige den Bericht gelesen haben, und ihn als ebenso Posetiev empfunden haben wie ich. <br /><br /> ]]></description>
<pubDate>Fri, 16 Jun 2006 19:34:44 +0200</pubDate>
<dc:creator>NicoleKiefer</dc:creator>
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<title>Achtung bei längerem Kranksein</title>
<link>http://elsasstage.blogg.de/eintrag.php?id=7</link>
<description><![CDATA[Wer das Buch gelesen hat, oder meine Einträge hier verfolgt, weiß das wir bisher immer überaus zufreiden waren mit dem Grenzgängerstatus.<br />
Doch nun haben wir doch ein Haar in der Suppe gefunden. Eines das einen ziemlich aufregen und Stressen kann.<br />
Die Krankekasse und der MDk.<br />
<br />
Eigentlich ist Krank sein etwas ganz normales, man geht zum Arzt, bekommt eine Diagnose und eine Behandlung und je nachdem was man hat wird man wieder gesund.<br />
Doch manche Erkrankungen brauchen länger, so das man dann vom Gehaltbezug, in den Krankengeldbezug rutscht. Auch das ist eigetnlich ja noch kein Problem.<br />
<br />
Aber dann fängt es an, wenn es noch ein wenig länger geht. Nach 10 Wochen Krankengeldbezug, hat die Krankenkasse das Recht ohne wissen des Patienten und ohne das dieser Vorstellig wird ein Gutachten beim MDK ( Medizienischer Dienst der Krankenkassen ) erstellen zu lassen. Rein nach Aktenlage.<br />
Geht man nun zu französischen Ärzten, sind natürlich alle Unterlagen in Französisch. <br />
Und hier muß man acht geben: <b>Nicht jeder Arzt des MDK macht sich die Mühe die Aussagen der Französischen Ärzte zu Übersetzen</b> und schreibt lieber allein anhand der Krankmeldungen sein Gutachten. Dadurch kann sehr schnell ein falscher Eindruck der Erkrankung bei der Krankenkasse entstehen.<br />
Und nur selten werden diese Gutachten dem Patient zugestellt. Mit viel Glück, wenn nicht noch mehr fehler unterlaufen erhällt der Behandelnde Arzt das Gutachten. Und hier ist dann wieder das Problem der Sprache. Das Gutachten ist auf Deutsch, kann der Arzt kein Deutsch, ist es mitunter schwer für ihn sich zu dem Gutachten zu Äusern.<br />
<br />
Daher ist es als Grenzgänger überaus wichtig, immer wieder bei Arzt und Krankenkasse jede Entscheidung, jedes Forumular zu hinterfragen. Darauf zu bestehen alle seine Rechte gesagt zu bekommen, und siene Möglichkeiten. <br />
<br />
Denn gerade bei längeren Behandlungen, oder bei Facharztbehandlungen, oder bei Psychologischen Erkrankungen, kann es sehr schnell zu Problemen kommen. Insbesondere dann wenn es Probleme in der Diagnostik gibt.<br />
<br />
Solange ein Fall absolut eindeutig ist, wie zum Beispiel eine schwere Nierenerkrankung. Gibt es weniger Probleme. Ist aber noch nicht richtig geklärt was man eigentlich hat, wird es schwierig.<br />
<br />
Daher rate ich jedem, sowohl bei der Krankenkasse als auch bei dem Hausarzt- Behandeldem Arzt immer wieder nach zu fragen. Wenn einem etwas nicht so korrekt erscheint, oder gegen den eigenen Willen geschieht.<br />
<br />
So wurde mein Mann durch ein Falsches Gutachten des MDK in Kur geschickt, mit dem Ziel in auf Erwerbsunfähigkeitsrente zu setzen. Die Krankenkassen sind dem MDK hörig, sie lassen sich nicht belehren und auch nicht beirren in ihren Entscheidungen. <br />
Hier hilft oft nur der Gang zum Anwalt um gegen das Gutachten vor zu gehen. Ständiges Einlegen von Beschwerden, auch an höheren Stellen der Krankenkassen und des MDK. <br />
<br />
Allerdings ist dies auch das einzige Haar in der Suppe das wir bisher finden konnten. Im Allgemeinen sind wir noch immer ganz zufrieden mit unserer Entscheidung. <br />
<br />
Haben nach diesem Erlebnis, aber auch beschlossen die AKTE DEUTSCHLAND ein für alle mal zu schließen. Nicht weil wir Deutschland in keinster weise mehr mögen, sondern weil wir es satt haben uns mit der Behördenwilkür dort auseinander zu setzen.<br />
<br />
 <br /><br /> ]]></description>
<pubDate>Fri, 12 May 2006 07:39:21 +0200</pubDate>
<dc:creator>NicoleKiefer</dc:creator>
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</item>
<item>
<title>Interview</title>
<link>http://elsasstage.blogg.de/eintrag.php?id=6</link>
<description><![CDATA[Also, vor einer Woche war der Interviewtermin, leider konnte ich nicht vorhehr schreiben.<br />
Das ganze war super, eine junge Frau der BNN traf sich mit mir bei meinen Eltern, und stellte mir etliche Fragen. Die meisten Antworten stehen eigentlich in den Erfahrungsberichten, dennoch war es einfach toll mit der Frau zu reden. <br />
<br />
Sie hat auch meine Tochter etliches gefragt, und am Schluß noch ein Foto gemacht. Am liebsten hätte sie auch noch meinen Sohn mit drauf gehabt, aber der hat sich unter der Eckbank versteckt.<br />
<br />
So werden nur meine Tochter und ich auf dem Foto sein. Jetzt warten wir angespannt darauf das der Artikel erscheint. Ich hoffe schon bald... damit endlich mal einen Pressebericht für meine Websiten habe.<br />
 <br /><br /> ]]></description>
<pubDate>Fri, 12 May 2006 07:19:36 +0200</pubDate>
<dc:creator>NicoleKiefer</dc:creator>
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</item>
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<title>Interview Termin steht fest</title>
<link>http://elsasstage.blogg.de/eintrag.php?id=5</link>
<description><![CDATA[Hallo Leute,<br />
<br />
so nun ist es sicher, am 29 März wird die BNN (Badische Neueste Nachrichten) eine Buchbesprechung sammt Interview mit mir machen. <br />
Ich bin schon jetzt ganz aufgeregt, ich hatte vorher noch nie mit der Presse zu tun, außer natürlich dem Lesen.<br />
<br />
Bin gespannt, eigentlich mehr am Zittern, aber auch super erfreut.<br />
<br />
Sobald ich es hinter mir habe werde ich euch erzählen wie es war, und wann der Artikel erscheint. <br /><br /> ]]></description>
<pubDate>Sun, 19 Mar 2006 08:32:17 +0100</pubDate>
<dc:creator>NicoleKiefer</dc:creator>
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<title>Existensgründung im Elsass</title>
<link>http://elsasstage.blogg.de/eintrag.php?id=4</link>
<description><![CDATA[Im Augenblick ist eine Hecktische Zeit angebrochen. Neben der Buchveröffentlichung, macht sich nun auch noch mein Mann Selbständig.<br />
Und dazu will ich heute mal ein wenig erzählen. Ich muß allerdings dazu sagen, das ich wenig Ahnung davon habe wie in Deutschland der Ablauf ist. Und vermutlich einiges was mir hier gut gefallen hat, zu stark Loben werde. Aber jemand mit eigenen Erfahrungen auf dem Gebiet wird sich ja sein eigenes Urteil machen können.<br />
<br />
Mein Mann ist von Beruf her eigentlich Handwerker. Nun da er in Deutschland seine Arbeitsstelle verloren hat, will er sich wieder in seinen Lernberuf begeben, doch diesmal auf eigenen Beinen.<br />
Ähnlich wie in Deutschland die Ich AG´s, wird auch in Frankreich Gefördert. Das Arbeitsamt übernimmt für 15 Monate den Lebensunterhalt so das man sich auch mit wenig Startkapital etwas aufbauen kann.<br />
Als erstes waren wir auf dem Finanzamt um uns zu Informieren, und wir hatten einiges an Fragen. Was mich aber am meisten Gewundert hat, war das wir auf dem Finanzamt eigentlich Falsch waren. Die Angestellten Schickten uns zu einem Buchhalter, der Imprenzip fast alle Angelegenheiten regeln würde. <br />
Selbst als wir auf der Krankenkasse nachfragten ob man sich bei denen selbständig versichern konnte, erlebte ich eine Überraschung. Hier gibt es zwar auch mehrer Krankenkassen, aber die sind festgelegt auf Berufszweige, und nur unter denen für seinen Berufszweig zuständigen kann man wählen. Im Handwerk sind das drei Stück, zumindest im Elsaß.<br />
Dann sind wir auf die Credit Mutuel, schon alleine wegen den Versicherungen. Doch auch dort wurden wir bei den meisten Fragen an den Buchhalter verwiesen. Was mit inzwischen eigenartig vorkam, den ich kenne den Buchhalter zumindest aus Deutschland, nicht als Wirtschaftsberater. Für mich war der Buchhalter nie mehr als ein lebender Taschenrechner mit Steuerkenntnissen. Wobei ich wie gesagt mit so etwas auch noch nie zu schaffen hatte. Unser Berater bei der Bank hat mir dann erklärt daß der Buchhalter im Grunde das ist, was in Deutschland ein Steuerberater ist. In Frankreich aber, benötigen nur große Konzerne und Unternehmen einen Steuerberater, für kleine und Mittelständische Unternehmen gibt es den Buchhalter.<br />
Also hat mein Mann einen Termin bei einem Buchhalter aus gemacht. Ruck zuck konnte er dort seine Geschäftsidee vortragen. Die Beratung war kostenlos. Und sehr Eindrucksvoll. Im Grunde hätte mein Mann schon in wenigen Tagen den Betrieb eröffnen können. Doch da er noch mit dem ehemaligen Arbeitgeber herumklagt, will er erst am 1.5 eröffnen. Eher noch ein wenig später. Der Buchhalter riet zu einer EURL, das ist so etwas wie eine GmbH nur mit einer geringeren Haftungssumme. Schon ab einem Euro Einlage möglich. In seinem Fall riet der Buchhalter zu 7500 Euro. Wovon ein Großteil aus dem Werkzeug und dem Auto besteht, es ist als fast kein Eigenkapital von Nöten.<br />
Der Buchhalter hat dann auch gleich den Rechtanwalt vermittelt um den Gesellschaftervertrag auf zu setzten, und alles Rechtsformalitäten zu erledigen. Sammt Anmeldung bei Handwerkskammer, öffentlicher Bekantgebung , Übersetzung des Vertrages in Deutsch, Meldung auf der Deutschen Seite und Eröffnung der Protokollbuches kostet das nicht mal ganz 1500 Euro. So was finde ich klasse, denn von Deutschland kenne ich das mit wesentlich höheren Beträgen.<br />
Sobald jetzt die Förderung vom Arbeitsamt genehmigt ist, und mein Mann den Zulassungskurs gemacht hat kann er Anfangen.<br />
Der Kurs ist für Handwerker übrigens Pflicht, und ich bin echt mal gespannt was dort alles durchgenommen wird.<br />
<br />
Was mich und meinen Mann am meisten verwundert hat, war die Zusammenarbeit der Behörden. Sobald er den Vertrag hat, macht die Anwältin die Anmeldung bei der Handwerkskammer. Die wiederum melden alles an das Finanzamt weiter und an die im Vertrag angegebene Krankenkasse. Die Anwältin sagt auch dem Buchhalter bescheid, so das man auch dies nicht mehr machen brauch. Es läuft fast alles Automatisch.<br />
Der Buchhalter reicht dann die Anträge auf Förderungen ein, wie die Befreiung von den Sozialversicheungsbeiträgen für ein Jahr, oder Antrag auf Steuersenkung. Er beantragt auch Regionale Fördermasnahmen, wenn es welche gibt.<br />
Man kann sich also viel mehr um die Kontaktaufnahme mit Kunden oder Parnerfirmen kümmern, als um die Rennerei zu den Ämtern.<br />
<br />
Ich bin jetzt mal gespannt wie es weiter geht, denn noch müssen wir auf das Ergebnis des Arbeitsgerichtes warten, noch kann mein Mann nicht anfangen. Aber ich denke wenn es mal so weit ist, könnte das in wenigen Tagen von statten gehen. Und das ist etwas was ich doch sehr faszinierend finde. Wer weis, am ende schreibe ich darüber noch mal ein extra Buch. Oder zumindest ein neues Kapitel für die nächste Auflage.<br />
 <br /><br /> ]]></description>
<pubDate>Sat, 18 Mar 2006 07:35:13 +0100</pubDate>
<dc:creator>NicoleKiefer</dc:creator>
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